16.08.2011

Kurzer Abriss der Geschichte des Chemischen Untersuchungsamtes

1903  Gründung eines privaten Untersuchungslabors durch Dr. Litterscheid in der Gasstraße.

1904  Vertrag zwischen Dr. Litterscheid und dem Magistrat der Stadt Hamm über Untersuchung der Nahrungs- und Genussmittel, Weinkontrolle und „Revisionen“, d.h. Kontrollen der Lebensmittelgeschäfte, Märkte und des Milchhandels.

1907  Übernahme des Instituts durch die Stadt Hamm, Anerkennung als öffentliche Anstalt im Sinn des Nahrungsmittelgesetzes vom 14.05.1879 durch den Regierungspräsidenten am 01.10.1907, Umzug in ein ehemaliges Lazarett in der Sternstraße. Einzugsbereich des Amtes damals: Stadt und damaliger Kreis Hamm (darin die Ämter Unna, Kamen, Pelkum und Fröndenberg), Kreis Soest, Kreis Lippstadt. Personalstand damals: Amtsleiter (Dr. Litterscheid) und zwei technische Mitarbeiter, einer davon Nahrungsmittelchemiker.

1911-13  Verträge mit den Kreisen Brilon, Arnsberg und Meschede zur Übernahme der amtlichen Untersuchungen.

1936  Dr. Ellerkamp wird Leiter des Amtes.

1939-49  Zerstörung des Gebäudes, provisorische Unterbringung im Märkischen Gymnasium, dann Einzug in eine Etage des Stadthauses.

1960  Bezug des Neubaus am Nordenwall 25, ca. 300 m2 Nutzfläche.

1962  Dr. Joppien wird Nachfolger in der Amtsleitung. Beginn der ersten apparativen „Aufrüstung“ mit Gaschromatographen, Atomabsorptionsspektrometer, IR-Spektrometer.

1979  Klaus Weigelt wird Amtsleiter.

1983 Auslagerung von 2 Laboreinheiten in einen Teil des ehemaligen Werkarztzentrums der Zeche Sachsen in Hamm-Heessen.

1985  Bezug des grundrenovierten ehemaligen Werkarztzentrums der Zeche Sachsen. Den Mitarbeitern stehen nun modern eingerichtete, apparativ gut ausgestattete Laboratorien auf großzügigen 1500 m2 zur Verfügung. Für 3 Jahre Erweiterung des Einzugsbereiches um den Kreis Warendorf.

1986 Kooperation in Einzelbereichen mit dem Chemischen Untersuchungsamt der Stadt Dortmund (bis 1997)

1989 Anneliese Brockmann wird Amtsleiterin.

1998  Akkreditierung des Chemischen Untersuchungsamtes durch die Staatliche Anerkennungsstelle für Lebensmittelüberwachung (SAL). Dadurch wird dem Chemischen Untersuchungsamt bescheinigt, in festgelegten Untersuchungsbereichen (Link zur QS-Seite) die Anforderungen der Richtlinie 89/397/EWG zu erfüllen, d.h. qualitätsgesichert zu arbeiten.

1999  Kooperation mit dem Chemischen Untersuchungsamt der Stadt Hagen, um durch Zentralisierung und Bildung von Aufgabenschwerpunkten effizienter zu arbeiten und dadurch den stattgefundenen Personalabbau abzufedern. Die Kooperation umfasst den rund 80%igen Probenaustausch bestimmter Warengruppen einschließlich Untersuchung und Begutachtung der Proben.

2005  Vollständiger Probenaustausch mit dem Chemischen Untersuchungsamt Hagen

2006  Kooperationsvertrag zwischen den Chemischen Untersuchungsämtern Hagen und Hamm sowie dem Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg

2007  Dr. Dirk Höhne wird Amtsleiter

2008  Öffentlich-rechtlicher Vertrag über die Zusammenarbeit der Untersuchungsämter im Regierungsbezirk Arnsberg (Chemische Untersuchungsämter Bochum, Hagen und Hamm, Chemisches und Lebensmitteluntersuchungsamt Dortmund und Staatliches Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg)

Heute  Das Chemische Untersuchungsamt Hamm beschäftigt z. Z. 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon allerdings etliche in Teilzeit. Das Probenaufkommen nach dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch beträgt ca. 4.500 Proben.

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