20.09.2017

Diesen Samstag im Lesecafé

Spuren nach Syrien: Lesung und Musik

Am 23. September findet um 19:30 Uhr im Lesecafé der Zentralbibliothek die Veranstaltung „Spuren nach Syrien: Lesung und Musik“ mit der Autorin Wihad Sulaiman und dem Trio Hamam Abbiad statt. 

Die seit 2015 in Essen lebende Autorin und Dramaturgin Wihad Sulaiman wurde 1988 in Hama (Syrien) geboren. Nach ihrem theaterwissenschaftlichen Studium und zahlreichen Workshops begann sie 2011 ihre dramaturgische Arbeit in Beirut und leitete einige Theaterprojekte in Syrien. Gleichzeitig verfasste sie mehrere Texte für die Bühne. Seitdem sie im Ruhrgebiet lebt, setzt sie diese Arbeit fort, u.a. für die Theater in Mülheim und Oberhausen. Ihre Medea-Adaption wurde im Februar 2017 in Oberhausen uraufgeführt.

Für die Lesung wurde das Stück „Existence“, in dem eindrücklich Kriegserfahrungen geschildert werden, ins Deutsche übersetzt. Die Entwicklung des Stücks "Existence" wurde im Rahmen des internationalen Programms des renommierten Londoner Royal Court Theatre betreut.

Der Kölner Dramaturg und Autor Rolf C. Hemke (u. a. Herausgeber des Recherchebuchs „Theater im arabischen Sprachraum“) wird einige Textpassagen auf Deutsch lesen und im Anschluss ein Gespräch mit der jungen Autorin führen. Dabei wird der Fokus auf ihrer künstlerischen Arbeit und ihrer Sicht auf das heutige Syrien liegen.

Der konzertante Teil der Veranstaltung verweist auf die lebendige Entwicklung reicher arabischer Musiktraditionen. Maren Lueg (Nay-Flöte, Saxophon) ist auf ihren zahlreichen Reisen tief in Musik und Kultur des Mittleren Ostens eingetaucht.

Nach Studien in Schottland und London (Jazz, Saxophon, Nay-Flöte) arbeitete sie über zehn Jahre als Profi-Musikerin in der Weltmusik-Szene Großbritanniens. Neben Auftritten mit ihren Bands arbeitete sie für die Royal Shakespeare Company, für TV und Film und trat bei zahllosen Festivals auf.

Zurück in Hagen arbeitet die Musikerin in diversen Musikprojekten mit geflüchteten Musikern und gründet im Dezember 2015 mit den drei syrischen Musikern George Azar, Shadi Alhoush (beide aus Damaskus) und Adnan Abdullah (aus dem kurdischen Norden Syriens) das Trio Hamam Abbiad, das die Lesung von Wihad Suliman ergänzt.

Ihre Musik ist ein farbenfrohes wie kunstvolles Zusammenspiel zwischen traditionellen Melodien des Orients, freien Improvisation von Oud, kurdischem Tanbur und Nay Flöte mit westlichen Elementen und Instrumenten wie Saxophon und Querflöte.

Deutsche Lesung und Moderation Rolf Hemke. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Kultursekretariat NRW Gütersloh und das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und findet im Rahmen der Interkulturellen Woche 2017 statt.

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