06.08.2015

Hamm ist seit 2007 Mitglied  in der Europäischen Charta für die Straßenverkehrssicherheit

Die Europäische Charta für die Straßenverkehrssicherheit, unter Leitung der Europäischen Kommission, ist die größte Plattform der Zivilgesellschaft zur Straßenverkehrssicherheit. Bis heute haben sich mehr als 2 300 öffentliche und private Einrichtungen der Charta verpflichtet und Aktionen und Initiativen durchgeführt, die sich an ihre Mitglieder, Mitarbeiter und die übrige Zivilgesellschaft richteten.  

Diese Aktionen haben die Kultur der Straßenverkehrssicherheit in ganz Europa gestärkt, das allgemeine Wissen über Unfallursachen verbessert und dazu beigetragen, vorbeugende Maßnahmen und Lösungen zu schaffen.  

Die vielfältige Mitgliedergemeinschaft der Charta besteht aus Unternehmen, Verbänden, Gemeinden, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Schulen. Allen Einrichtungen, die sich verpflichtet haben, wird wirkliche Anerkennung zuteil. Ihre Maßnahmen werden auf unserer Website öffentlich sichtbar gemacht und ermöglichen damit anderen daraus zu lernen und Inspiration zu schöpfen.
Gemeinsames Ziel ist die Anzahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 deutlich zu verringern.  
Insbesondere verfolgt die Charta das Ziel,

  • europäische Verbände, Schulen, Universitäten, Unternehmen jeder Art und Größe und Gemeinden zu ermutigen und zu unterstützen, Aktionen für die Straßenverkehrssicherheit in Europa zu durchzuführen;    
  • die Beiträge der Zivilgesellschaft zur Straßenverkehrssicherheit anzuerkennen;
  • es den Mitgliedern der Zivilgesellschaft zu erleichtern, Kenntnisse über die Probleme der Straßenverkehrssicherheit in der Europäischen Union zu erwerben und miteinander zu teilen;
  • einem wirklichen Dialog für den Transfer von Erfahrungen und  Praktiken in der Straßenverkehrssicherheit auf allen Lenkungsebenen der Europäischen Union den Weg zu ebnen.


Die Verlängerung der Mitgliedschaft Hamms wurde 2011 genehmigt.

Die folgenden Selbstverpflichtungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wurden von der Hammer Verkehrssicherheitsinitiative entwickelt und im Mai vorigen Jahres vom Rat beschlossen:

Erweiterung der Mitmach- und Selbsthilfeangebote

  • Fortführung der Aktion „Verkehrsberuhigung vor der Haustür“
  • Durchführung von mind. zwei zentralen Verkehrssicherheitsaktionen pro Jahr
  • Regelmäßiges Angebot von Informationsveranstaltungen und Verkehrssicherheitstrainings

Intensivierung der Verkehrserziehung:

  • Jährliche Aktion „Fahrrad TÜF“ an Hammer Schulen
  • Verbindliche Aufnahme des Verkehrsunterrichts an allen Schulen der Sekundarstufen I und II
  • JÄHRLICHE Schulanfangsaktionen

Bau- und Markierungsprogramme für 'Risikobereiche'

  • Fortführung des Bauprogramms „Kinderunfälle“
  • Aufstellung eines Bauprogramms für die Hauptunfallstrecken in Hamm
  • Markierungsprogramme „Tempo-30-Zonen“ und „Parken in Problembereichen“

Verstetigung der Verkehrsüberwachung

  • Aufrechterhaltung des hohen Niveaus der Geschwindigkeitsüberwachung
  • Regelmäßige Schwerpunktmaßnahmen der Parkraumüberwachung (Radwege, Schulwege, Kinderunfallbereiche)
  • Ggf. Einsatz zusätzlicher Überwachungsgeräte ('Starenkästen', Rotlicht-Kameras)