05.06.2018

Paracelsus Kaserne / Bundeswehrkrankenhaus

Der Baubeginn der Paracelsus Kaserne, die früher Lindenkaserne hieß, erfolgte im Sommer 1934. Durch die schnelle Errichtung konnten schon im Januar 1935 die ersten Infanterietruppen die Kaserne beziehen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne kurzzeitig durch die alliierten Besatzungstruppen der Engländer besetzt. Nach dem Krieg wurde der Standort von mehreren Hammer Schulen sowie als Verwaltungsstandort durch die Stadtverwaltung genutzt. Von Juni 1960 bis 2007 wurde das Gelände wieder durch die Bundeswehr genutzt.
Derzeit belegt einen Teil der Gebäude die Hochschule Hamm – Lippstadt, die ab 2014 ihre neuen Räumlichkeiten auf der gegenüberliegenden Fläche des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses bezogen hat. Die Entscheidung zur Ansiedlung der Hochschule an dem Standort ist im Jahr 2009 gefallen, wodurch sich auch für die Paracelsus Kaserne eine völlig neue Entwicklungsperspektive aufgetan hat. Eine Rahmenplanung aus dem Jahr 2006 vom Büro Wolters Partner aus Coesfeld sah für die Fläche fast ausschließlich eine Wohnnutzung vor.
Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen wurde diese Rahmenplanung überarbeitet. Am 16. Mai 2011 fand eine Bürgerversammlung statt, in der der Überarbeitungsstand mit den Anwohnern diskutiert wurde. Demnach wird die Variante favorisiert, die im Norden eine qualitative Wohnbebauung und im Süden der Fläche hochschulbezogene Nutzungen (Dienstleistungsnutzung, Studentenwohnen) sowie ein Nahversorgungsangebot (Vollversorger) vorsieht. Der Plan wurde am 19. Juli 2011 durch den Rat der Stadt Hamm einstimmig beschlossen. Im Rahmen einer Ausschreibung ist die Kaserne im März 2012 von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben an einen Investor erfolgreich veräußert worden, der die Fläche entsprechend entwickelt.

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