24.11.2016

Hamm Norden

Aufgrund grassierender Jugendgewalt zu Beginn der 90er Jahre schlossen sich unter der Leitung des Rektors der Karlschule ErzieherInnen, Pädagogen, PfarrerInnen sowie MitarbeiterInnen aus der Jugend- und Sozialverwaltung zusammen und gründeten den "Präventivkreis Hamm-Norden", dessen Aktivitäten zum „sozial- und bewohnerorientierten Stadtteilentwicklungsprojekt“ führten.

Von 1993 bis 2009 wurden in Hamm-Norden städtebauliche (z. B. Umbau des Grieskampschen Hofes), soziale (Einrichtung des Stadtteilbüros) und arbeitsmarktpolitische Projekte zur Stabilisierung des Stadtteils mit Städtebauförderungsmitteln realisiert. Sämtliche Maßnahmen zielten darauf ab, die Lebensverhältnisse der im Stadtteil wohnenden und arbeitenden Menschen zu verbessern.

Grundlage dieser Arbeit ist der Städtebauliche Rahmenplan sowie ein fachübergreifendes integriertes Handlungskonzept. Neben der Bau- und der Sozialverwaltung sind auch andere Verwaltungsbereiche in die Stadtteilarbeit und den dort tätigen Arbeitskreis integriert. Die Zusammenarbeit mit der Polizei, den Ordnungsbehörden, den Wohlfahrtsverbänden und zunehmend auch mit den Nordener Vereinen hat mittlerweile eine Selbstverständlichkeit gewonnen, mit der viele Aufgaben auf kurzem und direktem Weg gelöst werden können.

Um ergänzend zu dem o.g. Maßnahmenpaket eine Verbesserung des Stadtteilimages und eine Stadtteilbelebung zu erreichen, ist 2004 die Kultur-Arbeitsgemeinschaft Hamm-Norden gegründet worden. Das Programm „Nordener Sommer“ ist mittlerweile über die Grenzen des Stadtteils bekannt.

Das sozial- und bewohnerorientiertes Stadtteilentwicklungsprojekt Hamm-Norden blickt mittlerweile auf eine gut 20jährige Geschichte zurück. Die Auswirkungen der Vielzahl von zum Teil miteinander vernetzten Projekten sind mittlerweile vor Ort spürbar und das allgemeine Klima im Stadtteil hat sich in den letzten Jahren zum Positiven verändert. Weitere Informationen zum Hammer Norden finden Sie auf der Homepage des Stadtteils.

Soziale Stadt NRW steht für Solidarität in der Stadt und mit den Städten.

Das Programm wurde 1993 unter dem Titel 'Integriertes Handlungsprogramm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf' ins Leben gerufen.
Vorbild dieser Initiative von Land und Kommunen waren zunächst neue Ansätze der Stadterneuerung in europäischen Nachbarländern. Aber auch bereits bestehende umfangreiche Aktivitäten einiger großer Kommunen in NRW fanden Eingang in die Konzeption zur Unterstützung bestimmter Stadtteile im Strukturwandel.

Ausgangslage für das Programm waren anhaltende negative Entwicklungen in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht, die das Gesicht der Städte deutlich veränderten. Der Verlust von Arbeitsplätzen war für ganze Stadtteile gleichbedeutend mit dem Verlust ihrer wirtschaftlichen Basis. Dadurch veränderten sich auch die Anforderungen an das Miteinander der Menschen und an ihre Lebensräume.

In Hamm gibt bzw. gab es zwei Soziale-Stadt-Gebiete. Dazu zählte von 1993 bis 2009 der Hammer Norden. Seit dem Jahr 2000 läuft das Soziale-Stadt-Programm für den Hammer Westen.