28.03.2017

Museumsquartier

Die Entwicklung der Fläche des ehemaligen Standorts „Stadtbad/Alte Feuerwache“ ist ein zentraler Baustein des Stadtumbaus in Hamm. Auf dem ca. 1 ha großen Gelände befanden sich die Gebäude des Stadtbads, der Feuerwache sowie der Schaltzentrale („E-Werk“) der Stadtwerke Hamm. An der Sedanstraße wurde zwischen 1858 und 1918 ein Gaswerk betrieben, welches Stadtgas aus Steinkohle produzierte. Die Betriebsgebäude und –anlagen wurden nach Aufgabe der Nutzung abgerissen. Im Anschluss entstanden auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks das Stadtbad und die alte Feuerwache. Seit der Schließung in den 1990er Jahren lag die Fläche viele Jahre brach.

Umfassende Untersuchungen bestätigten, dass sich aufgrund der Vornutzungen Altlasten im Boden befanden, die vor einer Wiedernutzung der Fläche unbedingt beseitigt werden mussten. Zur Sanierung dieser Bodenbelastungen war der komplette Rückbau der noch vorhandenen Gebäude erforderlich. Die Rückbau- und Bodensanierungsmaßnahmen wurden im Frühjahr 2011 abgeschlossen. Der Altlastensanierungs- und Altlasten-aufbereitungsverband NRW (AAV) agierte bei diesem Projekt als Maßnahmenträger, wobei alle Entscheidungen in enger Abstimmung mit den Vertragspartnern Stadt und Stadtwerke Hamm GmbH getroffen wurden.

Nach der fachgerechten Sanierung fand ab Januar 2011 eine deutschlandweite Ausschreibung der Fläche statt. Im September des gleichen Jahres wurde das Grundstück an ein heimisches Unternehmen verkauft. Seitdem wird gemeinsam daran gearbeitet, ein qualitätvolles innerstädtisches Wohnquartier für verschiedene Zielgruppen zu schaffen, das in seiner Lagegunst von der Nähe zu vielen Infrastrukturangeboten und zu den innerstädtischen Grünanlagen profitiert. Im nun "Museumsquartier" genannten Wohngebiet entstehen insgesamt sechs Stadtvillen mit barrierefreien hochwertigen Wohnungen, darunter auch ein Appartmenthaus mit Kleinwohnungen für Studierende oder Wochenendpendler.

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