Die Lippeaue ist von europäischer Bedeutung
Im Bereich der östlichen Lippeaue von Hamm über den Kreis Warendorf bis zum Kreis Soest befindet sich ein ökologisch hochgradig schützenswertes Gebiet. Die Lippe und ihre Aue zeichnen sich hier durch ein vielfältiges Lebensraummosaik aus Mäanderschlingen, strömungsberuhigten Bereichen mit dichten Teichrosenbeständen, Altarmen, Teichen, kleinen Bächen, Röhrichten und Grünland aus.
Die „Lippeaue zwischen Hangfort und Hamm“ ist daher als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) besonders geschützt. Sie ist Bestandteil des von den EU-Mitgliedsstaaten geschaffenen europäischen Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“ , das FFH-Gebiete und Vogelschutz-Gebiete umfasst. Diese Gebiete werden für europaweit bedeutende Lebensräume, Pflanzen und Tiere ausgewiesen, rechtliche Grundlage sind die FFH-Richtlinie und die Vogelschutz-Richtlinie. Ein erfolgreicher Schutz und die Erhaltung der besonderen Landschaftsräume mit ihrer einzigartigen biologischen Vielfalt sind nur möglich, wenn über die politischen Grenzen hinaus gehandelt wird.

Ein koordiniertes staatenübergreifendes Handeln für die Natura 2000-Gebiete wird über das LIFE-Natur Förderinstrument der Europäischen Kommission, Generaldirektion Umwelt, gewährleistet. LIFE steht hier für L`Instrument Financier de l`Environment, also Umweltfinanzförderprogramm. Das LIFE-Projekt Lippeaue, das den Erhalt und die Entwicklung natürlicher Lebensräume und der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten im FFH-Gebiet „Lippeaue zwischen Hangfort und Hamm“ zum Ziel hat, wird zu 50% (2,75 Mio. €) durch LIFE-Natur finanziert.
Auch für das Land Nordrhein-Westfalen hat die Lippeaue eine ganz besondere Bedeutung. So beteiligt sich das Land über das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mit 40% der benötigten Mittel (2,2 Mio. €) an der erfolgreichen Durchführung des LIFE-Projektes Lippeaue.

Die Stadt Hamm, der Lippeverband, der Kreis Warendorf und die Arbeitsgemeinschaft für Biologischen Umweltschutz im Kreis Soest e.V. führen als Projektpartnerinnen und –partner das LIFE-Projekt gemeinsam durch. Sie tragen 10% der Mittel (0,55 Mio. €) für das über 5 Jahre konzipierte Projekt, das am 08.01.2005 begann und bis 28.02.2010 läuft.


